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Bruxismus

Bruxismus beschreibt das heftige und hörbare Knirschen und Aneinanderreihen der unteren gegen die oberer Zahnreihe in Abständen weniger Sekunden. Das sogenannte Mahlen der Zähne, welches überwiegend während des Schlafens auftritt, wird vor allem an Personen, die Seiten- oder Bauchschläfer sind, festgestellt.

Der Bruxismus ist eine unregelmässige Bewegung, die ohne bestimmte Absicht verläuft, jedoch einer besonders Wichtigen physiologischen Handlung zugrunde liegt: dem eigenständigen und unbewussten Schlucken.

Im Ruhezustand liegt der Unterkiefer normalerweise zentriert und ausgeglichen im Mund, die Gelenke sind symmetrisch, entsprechend der in der Mundhöhle sitzenden Gelenke.

Die Zähne berühren sich dabei nicht. Circa alle 4 Minuten, sowohl während des Zustand des Wachseins als auch des Schlafens, ist das Schlucken ein reflexartiger und unbewusster Handlungsakt, sofern sich der Unterkiefer frei bewegen kann, die Zähne in der richtigen Stellung zueinander stehen und mit allen anderen Komponenten des Mundapparates in anatomischer Harmonie zusammenspielen.

Wer im Schlaf einen Teil des Körpergewichts entweder nach rechts oder links verlagert, belastet auch den Unterkiefer einseitig und die Zähne drücken gegen die gegenüberliegende Zahnreihe womit diese zum seitlichen Abweichen gezwungen werden. Muss in dieser Haltung unbewusst geschluckt werden, versucht der Kiefer ungesteuert die Zahnreihen oder Zähne wieder in die richtige Position zu bringen.

Aufgrund der einseitigen Gewichtsbelastung auf die entsprechende Wange, wird beim Ausführen dieses Bewegungsablaufs ein Zähneknirschen ausgelöst, Bruxismus genannt.

Dies ist auch der Grund warum der Bruxismus primär während des Schlafens auftritt.

Diese seitliche Belastung über Tage, Monate oder Jahre hinweg erzeugt eine Fehlstellung des Ober- und Unterkiefers.

Der Bruxismus behindert das Zirkulieren des Blutes, im menschlichen Körper kann es besonders an den Zähnen zu Durchblutungsstörungen oder sogar zu Dystrophie kommen. Vor allem nachts leiden die Gelenke, was zu strukturellen und funktionellen Schäden sowie Verformungen führen kann. Dies erklärt, warum der Bruxismus im Zusammenhang mit Kopfschmerzen und Migräne, Nacken- und Lendenschmerzen, Pickeln, Tinnitus und Haltungsproblemen auftritt. Psychische Probleme und Stress sind hier also nicht die Ursache sondern begünstigende Faktoren.

Dr. Bahri Adis verwendet in diesen Fällen eine individuell auf den Patienten angefertigte Aufbissschiene. Um eine Fehlstellung auszugleichen muss der Patient über einen bestimmten Zeitraum, den Dr. Adis vorgibt , nachts eine solche Aufbisschiene tragen. Über eine Zeitspanne von einem halben Jahr ist eine monatliche zahnärztliche Kontrolle erforderlich um eventuelle Veränderungen des Gebisses zu regulieren und alle nötigen Anpassungen zu erhalten, damit die volle Zahn- und Kiefergesundheit wieder hergestellt ist - zum Wohlbefinden des Patienten.